Vortrag
Wenn KI das Bauchgefühl versteht: Wie wir implizites Wissen durch KI-gestützte Empathie und Psychologie heben
Ein Praxisbericht über den Kulturwandel von der Dokumentation zur echten Wissensextraktion – am Beispiel des FIR e. V. an der RWTH Aachen
Valentin Gronbach
XEPTUM Consulting AG
Projektleiter
Biografie
Valentin Gronbach ist Projektleiter bei der XEPTUM Consulting AG und beschäftigt sich mit Wissensmanagement, Projektmanagement sowie der organisatorischen Einführung KI-gestützter Unternehmenslösungen. Bereits in seiner Masterarbeit setzte er sich intensiv mit Wissensmanagement auseinander und entwickelte gemeinsam mit einem Unternehmen ein Konzept zur nachhaltigen Wissensbewahrung. Daran knüpft auch sein heutiger Tätigkeitsschwerpunkt an: kritisches Organisationswissen sichern und implizites Wissen nutzbar machen. Dabei verbindet er betriebswirtschaftliche Erfahrung aus Einkauf, Produktmanagement und Organisationsentwicklung mit methodischem Wissensmanagement. Als Bindeglied zwischen Fachbereichen, Management und Entwicklung trägt er dazu bei, KI-gestützte Softwarelösungen praxisnah in Unternehmen zu verankern.
Vortrag
Wenn KI das Bauchgefühl versteht: Wie wir implizites Wissen durch KI-gestützte Empathie und Psychologie heben
Ein Praxisbericht über den Kulturwandel von der Dokumentation zur echten Wissensextraktion – am Beispiel des FIR e. V. an der RWTH Aachen
Abstract
Klassisches Wissensmanagement stößt in der Praxis an eine unsichtbare Grenze: Während explizites Wissen problemlos dokumentiert werden kann, bleibt das eigentliche Erfahrungswissen von Expertinnen und Experten – ihr „Bauchgefühl“ und implizites Know-how – für Systeme weitgehend unzugänglich.
Der Vortrag zeigt einen neuen Ansatz, bei dem KI nicht als Ablage- oder Suchsystem eingesetzt wird, sondern als dialogischer, empathischer Sparringspartner. Durch gezielte Fragetechniken und adaptive Dialoge wird implizites Wissen systematisch erschlossen und strukturiert nutzbar gemacht. Dabei spielt auch der Faktor psychologische Sicherheit eine zentrale Rolle, da Mitarbeitende ihr Wissen in einem geschützten Rahmen oft offener teilen als in klassischen Erhebungsformaten.
Anhand eines Praxisbeispiels des FIR e. V. an der RWTH Aachen wird aufgezeigt, wie dieser Ansatz konkret umgesetzt werden kann – von der Erhebung über die Auswertung bis zur Überführung in nutzbare Systeme.
Der Vortrag macht deutlich, dass Wissensmanagement der Zukunft weniger ein reines IT-Thema ist, sondern vor allem eine Frage von Kultur, Methodik und Psychologie – und dass KI dabei zur Brücke zwischen menschlicher Intuition und systematischer Wissensnutzung werden kann.
